Ich hatte schon immer eine Schwäche fürs Englische. Ich mag die Sprache, das Land, die Menschen, den Humor. Während Mario Barth bei mir eher einen Fluchtreflex nebst Würgereiz auslöst, kann ich mich über Eddie Izzard prächtig amüsieren. Ich trinke lieber englischen Tee als italienischen Espresso und fand die Sperrstunde um 23:00 Uhr eigentlich auch gar nicht mal so schlecht. Manchmal denke ich aus Versehen auf Englisch, und manchmal fahre ich (natürlich nur nachts und in aller Abgeschiedenheit) mit dem Auto auf der falschen Straßenseite herum. Wie gesagt, ich habe eine Schwäche für alles Englische.
Irgendwann bin ich dann im Internet auf den Gummibaum gestoßen und dachte so bei mir, dass ich mit seiner Hilfe ja eigentlich auch mal nach ein paar Emailbekanntschaften zur Aufrechterhaltung meiner Sprachkenntnisse suchen könnte. Konnte ja keiner ahnen, dass da tatsächlich jemand auf meine klitzekleine Anzeige antworten würde. Aber doch, es gab Unmengen an Reaktionen und eine von ihnen stammte – (und an dieser Stelle werde ich jetzt Vewirrun stiften) – von Mark. Mark ist so 1 bis 3 Jahre älter als ich, hat einen Sohn und einen großartigen Humor. Noch heute muss ich bei dem Gedanken an seine Ausführungen über „Mr. Lights trying to be the sun and illuminating the world“ grinsen, und das „Marienkäfergesicht“ wird mich auch noch bis in alle Ewigkeit begleiten. Jedenfalls, der Mark… Und ganz entgegen meiner sonstigen Prinzipien habe ich mich schon nach nur knapp 6 Monaten Schreiberei mit ihm getroffen. Es war merkwürdig, denn normalerweise mache ich sowas nicht. Aber als der Kurzurlaub in London beschlossene Sache war, stand ein bevorstehendes Treffen mit Mark ebenfalls fest. Nie war die Rede davon, dass man sich ja dann möglicherweise, so ganz eventuell treffen könnte. Es war einfach klar, dass wir uns treffen würden. Komischerweise war ich auch überhaupt nicht aufgeregt oder irgendwas, ebensowenig wie ich über den positiven Verlauf dieser Begegnung nicht erstaunt war.
Tja. und nach dieser Sache da mit Mark wollte ich im Frühjahr nochmal für Nachschub im Posteingang sorgen. Wieder gab es viele Antworten, ein paar belanglose Emails mit ein paar belanglosen Menschen. Und zu guter Letzt eine Mail von Sal.
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