Noch mehr Neuigkeiten von der Betrügerfront.

25 11 2009

Nachdem ich ja nun vor einer kleinen Weile je einen Roman an die SCHUFA und die hessischen Inkassos geschickt hatte, fand ich heute Post aus Hessen auf dem Klavier. Post, die mich dann doch tatsächlich ein wenig positiv überrascht ist.

 

Nein, der böse Mensch wurde noch nicht gefasst und qualvoller Folter ausgesetzt. Dafür haben die Inkassos eine schriftliche Aufforderung zur Stellungnahme an den vermeintlichen Angehörigen / Nachbarn geschickt, der seinerzeit das Paket von Q**lle entgegengenommen hat. Weiterhin haben sie mich um eine Kopie der erstatteten Anzeige geben, damit diese an die Betrugsabteilung des Gläubigers weitergeleitet werden kann. Ha!

 

Eines schönen Tages wird irgendwer diese böse Person schon noch dingfest machen. Und spätestens dann sollte diese böse Person sich wünschen, niemals geborden worden zu sein.





Jetzt kann ich es ja sagen…

24 11 2009

Vereinzelte Leser werden es ja noch aus den alten Blogs wissen: das WG-Leben mit der Madame war nicht immer einfach. Es gab Phasen, in denen wir uns am liebsten an die Gurgel gegangen wären und über Wochen Monate hinweg kaum ein Wort miteinander gesprochen haben. Wir hatten nie einen lautstarken Streit, aber trotzdem fast ständig Querelen. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich wohl nicht nur einmal über alle Berge geflohen. Denn selbst ein großes Haus ist manchmal viel zu klein für ein friedliches Zusammenleben von 2 Personen. Obwohl es natürlich auch die guten Zeiten gab, in denen wir uns gut verstanden und bestens amüsiert haben.

 

Aber diese Zeiten sind dann nun endgültig vorbei. Die Kisten sind (weitestgehend) gepackt, die Zelte in der WG zu etwa 99 % abgebrochen. Morgen gibt es die Schlüssel für meine neue Residenz. Winzig klein zwar, aber dafür mir allein. Wenn alles fertig ist, gibt es Bilder. Ehrenwort.





In Unordnung

22 11 2009

Da es mir momentan schon wieder gewaltig die Petersilie verhagelt werd, msus ich jetzt erstmal in Ruhe meinen Kopf aufräumen. Bleibt zu hoffen, dass es nicht so lange dauert.





Salat im Anfangsstadium

22 11 2009

Ich hatte schon immer eine Schwäche fürs Englische. Ich mag die Sprache,  das Land, die Menschen, den Humor. Während Mario Barth bei mir eher einen Fluchtreflex nebst Würgereiz auslöst, kann ich mich über Eddie Izzard prächtig amüsieren. Ich trinke lieber englischen Tee als italienischen Espresso und fand die Sperrstunde um 23:00 Uhr eigentlich auch gar nicht mal so schlecht. Manchmal denke ich aus Versehen auf Englisch, und manchmal fahre ich (natürlich nur nachts und in aller Abgeschiedenheit) mit dem Auto auf der falschen Straßenseite herum. Wie gesagt, ich habe eine Schwäche für alles Englische.

 

Irgendwann bin ich dann im Internet auf den Gummibaum gestoßen und dachte so bei mir, dass ich mit seiner Hilfe ja eigentlich auch mal nach ein paar Emailbekanntschaften zur Aufrechterhaltung meiner Sprachkenntnisse suchen könnte. Konnte ja keiner ahnen, dass da tatsächlich jemand auf meine klitzekleine Anzeige antworten würde. Aber doch, es gab Unmengen an Reaktionen und eine von ihnen stammte – (und an dieser Stelle werde ich jetzt Vewirrun stiften) – von Mark. Mark ist so 1 bis 3 Jahre älter als ich, hat einen Sohn und einen großartigen Humor. Noch heute muss ich bei dem Gedanken an seine Ausführungen über „Mr. Lights trying to be the sun and illuminating the world“ grinsen, und das „Marienkäfergesicht“ wird mich auch noch bis in alle Ewigkeit begleiten. Jedenfalls, der Mark… Und ganz entgegen meiner sonstigen Prinzipien habe ich mich schon nach nur knapp 6 Monaten Schreiberei mit ihm getroffen. Es war merkwürdig, denn normalerweise mache ich sowas nicht. Aber als der Kurzurlaub in London beschlossene Sache war, stand ein bevorstehendes Treffen mit Mark ebenfalls fest. Nie war die Rede davon, dass man sich ja dann möglicherweise, so ganz eventuell treffen könnte. Es war einfach klar, dass wir uns treffen würden. Komischerweise war ich auch überhaupt nicht aufgeregt oder irgendwas, ebensowenig wie ich über den positiven Verlauf dieser Begegnung nicht erstaunt war.

Tja. und nach dieser Sache da mit Mark wollte ich im Frühjahr nochmal für Nachschub im Posteingang sorgen. Wieder gab es viele Antworten, ein paar belanglose Emails mit ein paar belanglosen Menschen. Und zu guter Letzt eine Mail von Sal.





Telefonsalat

20 11 2009

Eigentlich wäre ein solcher Artikel in der Salatchronologie noch gar nicht an der Reihe, aber das soll jetzt einach mal keine große Rolle spielen.

 

Freitags gibt es zum Feierabend Bier. Meistens geht es dann nach dem Feierabendbier noch weiter. In einen Pub, auf eine Party… irgendwohin. Die Stadt ist groß, die Möglichkeiten dementsprechend vielfältig. An solchen Abenden ruft er oft an und erzählt mir Sachen. Ich verstehe nicht immer alles, was er so erzählt. Manchmal ist es zu laut um ihn herum, manchmal ist einfach zu viel Alkohol in ihm drin. Manchmal auch beides gleichzeitig. Mitunter sind diese Telefonate sehr aufschlussreich und sogar potentiell lehrreich. Hin und wieder kommt es nämlich vor, dass ich plötzlich mit einem ganz anderen Menschen telefoniere. Animation-James zum Beispiel, der wohl sowas wie ein Cineast sein muss und mir einen kleinen Vortrag über irgendwelche guten Filme gehalten hat. Glaube ich zumindest, denn verstanden habe ich nicht viel. Seine Freundin hingegen konnte ich schon besser verstehen, allerdings hat sie ihre wenigen an mich gerichteten Sätze auch sehr langsam und sehr deutlich vorgetragen. Anscheinend spricht sie immer so, wenn sie nicht mehr ganz nüchtern ist.

Jedenfalls, die nächtlichen Telefonate an den Wochenende sind amüsant. Und heute hat er sich selbst übertroffen. Nachdem wir gestern noch so groß über Canary Wharf gesprochen hatten, hat es ihn heute also mit dem Cagefighter genau dorthin verschlagen. Die beiden haben sich an den von ihm so geliebten Jägerbombs gütlich getan. So ein Jägerbomb kostet 6 GBP. Gemessen an dem erhörten Alkohopegel (mit der Zeit kriegt man ja ein Gehör für sowas…) muss der Herr ein halbes Vermögen versoffen haben. Andernfalls hätte er wohl kaum selbstproduzierte Bombengeräusche durchs Telefon geschickt. „Zssssssssschhhhhhhhhh“ und „Huiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii“ und „Iiiiiiiiiiiiiuuuuuuuuuuuuuuuuhhh“ und „Boooooooooooooom“. Eine Telefonbombe. Nur für mich. Ich muste ein wenig lachen und habe somit nur am Rande mitbekommen, wie er den Cagefighter als „Top Bloke“ deklarierte und sich über sich selbst freute. Der Cagefighter freute sich scheinbar auch,  jedenfalls brabbelte er fröhlich im Hintergrund herum und sorgte dann dafür, dass ich tatsächlich Tränen gelacht habe. Ich kriegte ein Lied gesungen. Thriller von Michael Jackson. Minutenlang. Ist ja auch mal nett. Telefonbomben und ein Lied vom Top Bloke. Wochenende eben. Großartig.